You Touch, You Die!
Kunst ist unantastbar. Und das gilt nicht nur für meine Werke, sondern auch für meinen Körper.
Mit You Touch, You Die! setze ich ein unmissverständliches Zeichen gegen das ständige Überschreiten von Grenzen – sei es in der Kunstwelt oder im Alltag. Ich bin Künstler*in und arbeite mit fragilen Materialien, die durch eine unbedachte Berührung beschädigt oder zerstört werden können. Genauso ergeht es vielen Menschen, deren persönliche Grenzen immer wieder überschritten werden – besonders in der Clubszene und im öffentlichen Raum.
Als weiblich gelesene Person in der (Nacht-)Gastronomie habe ich es viel zu oft erlebt: Fremde Hände, ungefragte Berührungen, übergriffiges Verhalten. Ein klares „Nein“ wird ignoriert oder nicht ernst genommen. Also habe ich beschlossen, meine Botschaft nicht länger zu flüstern, sondern sie direkt auf meinen Körper zu drucken. You Touch, You Die! – radikal formuliert, aber notwendig, um endlich gehört zu werden. Natürlich geht es nicht darum, jemanden tatsächlich umzubringen – die Zuspitzung ist bewusst gewählt, um ein überdeutliches Stopp-Schild zu setzen, das niemand mehr übersehen oder missverstehen kann.
Die Kollektion aus Hoodies, T-Shirts und Jutebeuteln ist mehr als nur Kleidung – sie ist ein tragbares Manifest. Der großflächige Schriftzug dominiert das Design, ergänzt durch subtile Elemente meiner eigenen künstlerischen Arbeit. Die Message ist klar: Wer diese Worte liest, weiß, dass Berührung nicht immer erwüscht ist.
Mit You Touch, You Die! möchte ich eine Diskussion anstoßen, Bewusstsein schaffen und denen eine Stimme geben, die sich tagtäglich gegen unerwünschte Nähe wehren müssen. Vielleicht helfen diese Textilien, eine unangenehme Situation zu verhindern, vielleicht sorgen sie für Gesprächsstoff – in jedem Fall bleibt die Botschaft unübersehbar.
Du willst ein Zeichen setzen? Dann schau dich um. Mehr zum Projekt und die Möglichkeit zum Kauf findest du hier.





Kunst
In meinen künstlerischen Arbeiten beschäftige ich mich mit Materialien in Form von künstlerischer Materialforschung. Hierbei entwickele ich eigene Testverfahren, um an die Grenzen – und darüber hinaus – eines plastischen Materials zu gehen. Die von mir getesteten Materialien besitzen eine neutrale Farbigkeit, durchlaufen eine Transformation ihrer Eigenschaften (zum Beispiel durch Trocknen oder Brennen),lassen sich von mir händisch und plastisch verarbeiten und in einzelne Module formen.
Die Materialforschung anhand dieser Module äußert sich in Form von Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Zeichnungen, wobei ich das Material häufig in Bezug zu meinem eigenen Körper als Richtwert setze. In einem konzeptuellen, strukturierten, auf vorangegangene Ergebnisse aufbauenden Vorgehen bilden die Arbeiten eine stringente Erzählung über das jeweilige Material. Hierbei ist die Forschung, das Herausfinden, das Tun an sich schon die künstlerische Arbeit und nicht erst das daraus hervorgehende Resultat.
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